Geschichtskurs übernimmt Patenschaft für "Stolpersteine"
Der letztjährige VS- Kurs Geschichte von Herrn Langer hat die Biografie einer jüdischen Familie im Staatsarchiv recherchiert und die Patenschaft für zwei Stolpersteine übernommen.
Der folgende Beitrag ist ein Auszug aus dem Aufsatz zur Familie Littmann, den Mona D., Gianna K. und Lara L. geschrieben haben.
"Die Spuren der Familie Littmann konnten wir bis zum 23.Mai 1887 zurückverfolgen. An diesem Tag erblickte Moritz Littmann, der spätere Ehemann Sonjas, das Licht der Welt. Sein Geburtsort ist nicht bekannt; seinen verschiedenen Angaben zufolge wurde er entweder in Russland, in Ungarn oder in der Tschecholslowakei geboren. Sonja war die Tochter von Gedalja und Mascha Tschertoryjski. Sie besaß die deutsche Staatsangehörigkeit und heiratete im Alter von 25 Jahren den Schumacher Moritz Littmann. [...]
1938 wurde Littmann gezwungen, sein Geschäft zu schließen. Er war aber schon 1929 aus der jüdischen Gemeinde ausgetreten. Um diese Zeit begann auch die Ehe der Littmanns zu kriseln und nach einem knapp einjährigen Gerichtsstreit wurden Sonja und Moritz Littmann 1940 offiziell geschieden. [...]
Am 6. Dezember 1941 wurden Sonja, Lotte und Erich Littmann von den Nationalsozialisten nach Riga deportiert. Dort verlaufen sich ihre Spuren. Es ist nur noch bekannt, dass Erich Littmann 1945 von Riga in das Konzentrationslager Natzweiler gebracht wurde. [...]"