You are here: Home > Praxis > Unterrichtsfächer > Chinesisch > Konfuzius und ich

Website und Intranet des Gymnasiums Marienthal

Document Actions

Konfuzius und ich

by tlanger — last modified 2008-01-20 18:39

„Das Lernen ist wie ein Meer ohne Ufer“

Nach einem Semester an einer Pekinger High School und zwei Jahren Chinesisch lernen am Gymnasium Marienthal wird mir immer klarer, warum das nur ein Chinese gesagt haben kann.
Mit seinem Ausspruch hat Konfuzius (551-479 v.Chr.), Namensgeber der Konfuzius-Institute,
wohlklingend ausgedrückt, was früher oder später jeder beim Studieren der Abertausenden scheinbar zum Verwechseln ähnlicher Schriftzeichen erlebt.
Konfuzius wurde nicht zufällig Namensgeber der Konfuzius-Institute, einer Reihe global operierender Universitätsfakultäten, die sich die Verbreitung der chinesischen Sprache und Kultur auf die Fahne geschrieben haben.
Und wenn man dann so weit ist und sich, ob privat oder während des jährlichen Austauschs zwischen der Shanghaier Partnerschule Min Li Highschool und dem GymMar, ins Reich der Mitte aufmacht, muss man doch frustriert mit ansehen, wie kleine Kinder einen wie mich, kurz vor dem Abi, um Längen schlagen.
Dass man sich von Rückschlägen aber nicht entmutigen lässt, dafür sorgen die vier hoch motivierten Chinesisch-Lehrer an unserer Schule: Frau Chen Yang, Frau Piao Xue-Hua, Frau Maedje-Cheng, Herr Torben Schmidt (im Chinesischen wird der Nachname vorangestellt).
Sie tun das mit typisch asiatischem Arbeitseifer, ob in die Wiege gelegt oder (bei Herrn Schmidt) angelernt.
So regte Frau Maedje-Cheng mich Anfang des Jahres 2007 dazu an, ein beeindruckendes Erlebnis im Zusammenhang mit meinem China-Aufenthalt essayistisch niederzuschreiben und damit am landesweiten Chinesisch Wettbewerb „Tina in China“ des Konfuzius-Instituts der Universität Nürnberg-Erlangen teilzunehmen.konf1
Als ich einige Wochen später dazu eingeladen wurde, meinen Aufsatz einer Jury aus Professoren, Botschaftsdeputierten und Institutsmitarbeitern zu präsentieren, wich die Freude darüber aber schnell der Nervosität.
Die Feststellung, dass ich unter allen zehn Finalisten auch noch der einzige Nicht-Student sein würde, konnte meine Aufregung nur noch steigern.
Glücklicherweise erklärte sich Frau Maedje-Cheng aber bereit, meinen Vortrag mit mir zu üben, so dass ich doch gut vorbereitet nach Nürnberg aufbrach, wo ich im Audimax der Wirtschaftsfakultät einigen hundert Zuhörern von einem schicksalhaften ersten Familienessen in Peking und meiner Interpretation der chinesischen Lebensart erzählen durfte; alles in Mandarin, versteht sich.konf2
Als ich dann den zweiten, mit Flugticket nach Peking dotierten Platz erhielt, war ich ebenso erstaunt wie erleichtert. Meinen Preis habe ich mittlerweile natürlich eingelöst: Ich habe gebucht. Im Frühjahr 2008 werde ich fast drei Wochen in Peking und Shanghai verbringen. Mal sehen, ob ich dann bereits die Tiefsee verlassen habe und zumindest in Ufernähe gelangt bin.

konf3
Philipp Mayer, S3/ 13. Klasse

Holstenhofweg 86
D-22043 Hamburg
Tel. 040. 4288631-0
Fax 040. 4288631-31
info [@] gymnasium-marienthal.de

Suche
Personal tools

powered by Plone, made by prontonet © 2000-2006 Gymnasium Marienthal