Eine Geschichte vom Erwachsenwerden

Das Publikum von Dominik Peters´ (10a) Plakat angelockt,
Event-AG und Musikkurs Jahrgang 10 als Gastgeber:
Das versprach einen interessanten, kurzweiligen Dienstagabend.
Auch das Motto „Vom Erwachsenwerden“ hätte gepasst. Denn 10. Klassen sind schon eine spannende Altersstufe, neuerdings ja nur noch zwei Jahre vor dem Abi.
Mit der Anrede geht es los. Mal ehrlich! Würden Sie sich trauen, diese jungen Frauen so einfach mit „du“ anzureden? 
Musikunterricht in Klasse 10 - das ist ein heikler, aufregender Balanceakt.
Auftritt des Kurses mit „Menuett aus der Feuerwerksmusik“ Georg Friedrich Händels: War diese Nummer in der Instrumentierung mit u.a. Xylophon und Rasseln noch ein Zugeständnis an die vergehende Kindheit?
Schlüpften die Damen und Herren etwa dem Publikum zuliebe in eine bereits abgelegte Rolle?
Das Spiel mit Rollen wurde deutlich in „Bransle Simple“ und „La Robine“, zwei artigen Tänzen im höfischen Stil
und in Christine Ruderischs (10b) kraftvoll und schwerelos am Flügel vorgetragener Interpretation des Blumenwalzers aus Tschaikowskis Ballett „Nussknacker“.
Souverän erwachsen präsentierte sich auch Dominik Peters, als er seine Zuhörer mit Béla Bartóks technisch und musikalisch anspruchsvollem „Tanz im Bulgarischen Rhythmus“ bezauberte.
Vollends in die Welt der Erwachsenen tanzten sich Jana Haker, Christine Ruderisch und Partner mit turnierreifem Walzer, Cha-Cha-Cha und Diskofox unter dem Titel „Perlen des Standardtanzes“.
Kindheit ade: Passend zur Feuerwerksmusik gaben Mädchen der 7b mit brennenden Wunderkerzen das Geleit beim Abschied vom Einst.
Die Gruppen „Black Killer Girls“ und „Black Eyes“, ebenfalls 7b, machten mit selbst einstudierten Poptanz-Auftritten Winkewinke. 
Vielleicht drückten sie auch aus: „Verfolgerfeld schläft nicht. 10. Klassen, wir kommen!“
Generationen übergreifend: Was zunächst aussah nach verspätetem Adventsmusik-Ensemble, entpuppte sich als temperamentvolles Tango-Trio: Svenja Steding (10a, Geige) und Patricia Ilse (7b, Flöte) mit Klavierbegleitung von Ingrid Hackbart beim Tango Baroquita!
Willkommen im Jetzt! Tülay Argunhan, 13. Klasse, nahm, zusammen mit ihrer türkischen Volkstanzgruppe, die Zehntklässler auf in die internationale Gesellschaft der Großen. Rasant die Tanzbewegungen, ekstatisch die Musik: ein Initiationsritus mit starken Eindrücken für Ohr und Auge!
Klar auch die Botschaft der Luftsprünge: Nur wer sich streckt, kann nach den Sternen greifen!
Das kam sogleich an bei Marcel Arndt und Jochen Embruch, beide 10c. Sie tanzten und sprangen im „Jumpstyle“ – nichts für Senioren-Bälle. 
Das Erwachsenen-Debüt des Jahrgangs 10 geriet vollends zum Fest durchs Stelldichein zweier Ehemaliger: Kirsten Griebel und Katharina König, beide Abi-Jahrgang 2007.
Kirsten, Studentin der Tanzpädagogik, brachte ihre Hip Hop-Gruppe mit, die T-Shirts mit der programmatischen Aufschrift „To love and to be loved“.
Mit artistischen Einlagen zeigte Kirsten, dass sie als Trainerin selbst kann, was sie anderen abverlangt.
Katharina und Partner Jascha Wagner beendeten den wunderbaren Abend mit einem Draufsetzer. Sie zeigten Tango, Rumba und den mitreißend schnellen Jive als Turniertänzer.
Da fehlte nur noch die Triangel! Große Zehntklässler brav vorm Xylophon hockend!
Sie taten es mit charmantem Augenzwinkern. 