Neue Regeln für den Umgang miteinander
Liebe Eltern,
am 2.5., also direkt nach den Ferien, wollen wir mit neuen Regeln für den Umgang miteinander starten. Was ist der Anlass und wie sind diese Regeln entstanden? U.a. darüber möchte ich Sie mit diesem Schreiben informieren.
Wir haben seit längerem festgestellt, dass das Leben miteinander am Gymnasium Marienthal dadurch erschwert wird, dass es häufig laut ist, dass es im Schulalltag zu Reibereien kommt und dass es nicht überall so sauber ist, wie wir es alle gern hätten. Uns ist bewusst, dass das Leben an einer Ganztagsschule besondere Anforderungen an alle Beteiligten stellt. Es ist wichtig, dass es einheitliche Regeln gibt und dass alle wissen, was passiert, wenn man gegen diese Regeln verstößt.
Deshalb haben wir in diesem Schuljahr ein großes Unternehmen gestartet. Wir haben nämlich auf der Ganztageskonferenz im Oktober 2010 fünf Leitlinien (s.u.) für das Lernen und Arbeiten am Gymnasium Marienthal entwickelt und darauf aufbauend in einem sehr aufwändigen Prozess mit Lehrer-, Schüler und Elternbeteiligung Regeln für den Umgang u.a. zwischen Schülern und Schülern, Lehrkräften bzw. Mitarbeitern und Schülern und Lehrern und Eltern entwickelt. Am 30.3. hat die Schulkonferenz als höchstes Beschlussorgan der Schule (Zusammensetzung: 5 Schüler, 5 Eltern, 5 Lehrer, Schulleitung, eine Vertretung des nichtpädagogischen Personals) nach einer langen Diskussion die Regeln beschlossen. Die vollständigen Texte finden Sie als Verknüpfung ganz unten.
Hier möchte ich nur auf eine besonders wichtige Regel hinweisen: Alle elektronischen Geräte (Handy, I-Pod, Playstation, usw. ) bleiben während des gesamten Schultages, also vom Betreten des Schulgeländes bis zum Verlassen des Schulgeländes, ausgeschaltet. Ausnahmen gibt es erst ab Klasse 10, weil diese Schüler unter bestimmten Bedingungen das Schulgelände verlassen dürfen. Eine weitere Ausnahme ist, dass die Schüler vor der Aula und im Innenhof zw. den Häusern D und E telefonieren dürfen. Unsere Erfahrungen mit Handys etc. sind, dass diese Geräte im Schulalltag verhindern, dass die Kinder Ruhe haben und sich entspannen. Das ist aber in einer Ganztagsschule so wichtig, dass wir uns für diese Regel entschieden haben.
Sie als Eltern möchte ich beruhigen: Ihre Kinder sind für Sie im Notfall über das Schulbüro immer erreichbar (Tel. 42886310). Wenn Ihr Kind Sie erreichen möchte, kann es das ebenfalls über das Schulbüro tun. Das gilt besonders, falls Ihr Kind aus Krankheitsgründen nach Hause gehen muss. In diesem Fall nimmt das Schulbüro mit Ihnen grundsätzlich Kontakt auf, um sicherzustellen, dass das Kind einen Anlaufplatz hat.
Wie geht es mit den Regeln weiter? Wir werden diese Regeln ab 2.5. ein Jahr erproben, kleine Korrekturen sind währenddessen v.a. im Bereich Maßnahmen und Sanktionen denkbar. Nach einem Jahr werden wir untersuchen, wie die Regeln funktioniert haben und ob sie wirklich für mehr Ruhe und Entspannung gesorgt haben. Danach werden wir die Regeln unter Berücksichtigung der Ergebnisse der Auswertung überarbeiten.
Außerdem wird eine Arbeitsgruppe aus Klassensprechern einen Vorschlag für die Anpassung und Überarbeitung der Hausordnung entwerfen, die ja zu unseren neuen Regeln passen muss. Das soll noch in diesem Schuljahr geschehen.
Ich hoffe, dass ich Sie mit diesem Brief ausreichend informiert habe und dass Sie uns beim Leben der Regeln unterstützen.
Mit freundlichen Grüßen
Christiane von Schachtmeyer, Schulleiterin am Gymnasium Marienthal
Leitlinien: Wir gestalten gemeinsam unsere Schule!
1. Wir fühlen uns für unsere Schule verantwortlich.
Alle Schüler und Schülerinnen, alle Lehrerinnen und Lehrer sorgen gemeinsam für eine gepflegte, saubere und friedliche Lernumgebung. Dazu achtet jeder auf ein angemessenes Verhalten bei sich und bei anderen.
2. Wir begegnen einander mit Achtung und Respekt.
Wir kommunizieren konstruktiv und zielorientiert miteinander und sprechen auch Konflikte offen an.
3. Wir übernehmen die Verantwortung für das Gelingen von Unterricht.
Lehrer und Lehrerinnen sind für die Qualität des Unterrichts und der Lernbegleitung verantwortlich. Schülerinnen und Schüler sind für ihr Lernen und das Lernergebnis verantwortlich. Eltern sind für die Unterstützung dieses Lernprozesses verantwortlich.
4. Wir sorgen für einen sinnvollen und zielgerichteten Informationsfluss.
Informationen werden umfassend, rechtzeitig und zuverlässig ausgetauscht. Dafür sind Schüler und Schülerinnen, Lehrerinnen und Lehrer und Eltern gleichermaßen zuständig und verantwortlich.
5. Wir lernen und arbeiten an bestmöglich mit Medien und Material ausgestatteten Arbeitsplätzen.
Die Ausstattung der Schule unterstützt selbstständiges Lernen und Arbeiten in der Schule. Dazu ist die Schule hinreichend mit Arbeitsmaterial und funktionierenden Medien ausgestattet.