„Schule in Bewegung“ - Eindrücke von Marienthal On Ice 2009
passt auch wörtlich verstanden: Wir bewegen uns gern: gemeinsam, fröhlich, auf dem Eis.
Am 19.2.2009 war es zum sechsten Mal so weit: Die ganze Schule traf sich mittags auf der großen Eisbahn in den Wallanlagen hinter Planten un Bloomen. So ist es seit 2004 Tradition: jeweils mittags nach dem ersten der zwei Elternsprechtage in Folge.
Ab 12:00 h war Einlass. Den Eintritt bezahlte der Schulverein.
Noch drehte der Eismann einsam seine Runden auf dem motorisierten Bügeleisen. Noch war die Eisbahn gesperrt.
Ungeduldig wartete eine wachsende Schar von Marienthalern auf die Freigabe.
Pünktlich um 13:00 h fiel die Absperrung. Nach wenigen Minuten war die Eisfläche gefüllt.
Die ersten Schritte auf den meist ausgeborgten Schlittschuhen waren naturgemäß vorsichtig.
Das Gefühl an den Füßen war doch recht ungewohnt nach langer Pause.
Aber nach der ersten Runde kamen Tempo und Selbstvertrauen auf: Yes, we can!
Eislauf zu Musik aus den Lautsprechern!
Bald fügten sich Schüler
und Lehrer in den Takt
und zogen ihre Bahnen wie Tänzer zum Rhythmus – linksdrehend.
Warum eigentlich? Irgendwer musste beim Start die linksdrehende Richtung eingeschlagenen haben.
Wie im Vogelschwarm folgten alle anderen.
Gleichtakt, gleiche Drehrichtung!
So kommt es weniger zu Zusammenstößen. Dennoch: die ersten Gefallenen!
Absichtliche Rempeleien? Fehlanzeige. Kabbelei ja, auch wegrutschende Kufen.
Rücksicht war Konsens – eigentlich ein kleines Wunder bei so vielen Menschen.
Zwei Kameras verfolgten jede Bewegung als stumme Zeugen.
Immer wieder dieselbe Frage, mit „Klack, Klack“ beantwortet.
„Können Sie uns mal fotografieren?!“
Oft mit dem Zusatz: „Kommen wir dann auch ins Jahrbuch?“
Am nächsten Morgen Schüler in klarer Erwartungshaltung: „Wo sind die Bilder? Bin ich auch drauf?“
Der neue Beamer im Foyer der Aula
macht uns eben alle zu Selbstdarstellern.
Bewegung macht Freude – und der Anblick auch.
Johannes Kolfhaus